Ort: Wien

Projekt: Haus A43

Fassadensanierung an einer Denkmalschutzfassade.

Durchgeführte Leistungen: Sanieren und Instandsetzen der Denkmalschutzfassade und des Einfahrtsbereiches.

Bilder während der Bauphase

Fassadensanierung an einer denkmalgeschützten Fassade in Wien

Historische Substanz erhalten – Zukunft sichern

In Wien, einer Stadt mit reichhaltigem architektonischen Erbe, wurde die Fassadensanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes mit höchster Sorgfalt und Fachkenntnis durchgeführt. Dieses anspruchsvolle Projekt vereint den Erhalt historischer Bausubstanz mit modernen Restaurierungsmethoden und unterstreicht, wie Denkmalschutz und zeitgemäße Bauweise in perfekter Harmonie miteinander funktionieren können.


Projektübersicht

  • Projektart: Fassadensanierung

  • Objekttyp: Denkmalgeschütztes Wohn- und Geschäftshaus

  • Ort: Wien

  • Ziel: Substanzerhalt, energetische Verbesserung, ästhetische Aufwertung

  • Besonderheit: Arbeiten unter strengen denkmalrechtlichen Auflagen


Herausforderung Denkmalschutz

Die Sanierung denkmalgeschützter Fassaden stellt besondere Anforderungen an alle Beteiligten. Es gilt, die historische Substanz in ihrer Authentizität zu bewahren, gleichzeitig jedoch notwendige Instandsetzungsmaßnahmen, sicherheitstechnische Anpassungen und – wo möglich – energetische Verbesserungen vorzunehmen. Jeder Eingriff muss mit den zuständigen Behörden abgestimmt und gemäß den gesetzlichen Vorgaben umgesetzt werden.

Bei diesem Projekt wurde eng mit dem Bundesdenkmalamt und der Magistratsabteilung für Architektur und Stadtgestaltung zusammengearbeitet, um den historischen Charakter der Fassade vollständig zu erhalten – ohne Kompromisse bei Qualität oder Sicherheit.


Analyse und Bestandserhebung

Bevor mit der eigentlichen Sanierung begonnen wurde, erfolgte eine umfassende Bestandsanalyse der Fassade. Dazu gehörten:

  • Kartierung von Rissbildungen, Abplatzungen und Verwitterungsspuren

  • Materialanalysen von Putz, Stuck, Stein und Farbschichten

  • Feuchtigkeitsmessungen und Prüfung des Mauerwerks

  • Untersuchung vorhandener Ornamentik und Farbfassungen

  • Dokumentation aller Schadstellen und Bauteilzustände

Auf dieser Basis wurde ein detailliertes Sanierungskonzept entwickelt, das individuell auf die Besonderheiten des Gebäudes zugeschnitten war.


Restaurierung mit Fingerspitzengefühl

Die eigentliche Fassadensanierung wurde unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf die historischen Elemente durchgeführt. Zum Einsatz kamen ausschließlich denkmalgerechte Materialien und handwerkliche Techniken. Im Detail beinhaltete die Sanierung:

  • Reinigung der Fassade mit schonenden, nicht abrasiven Verfahren

  • Putzergänzungen und Neuverputzungen mit historisch kompatiblen Rezepturen

  • Rekonstruktion beschädigter Stuckelemente durch Fachrestauratoren

  • Erneuerung schadhafter Natursteinbauteile

  • Neufassung der Farbschicht in Abstimmung mit dem Originalbestand

  • Instandsetzung und Schutz von schmiedeeisernen Elementen, Fenstereinfassungen und Gesimsen

Besonderes Augenmerk lag auf der farblichen Abstimmung, um das Erscheinungsbild der Fassade harmonisch und authentisch wiederherzustellen. Auch der ursprüngliche Glanz der historischen Stuckverzierungen wurde durch gezielte Reinigung und Retusche wiederhergestellt.


Sicherheit und Technik im Einklang mit der Historie

Neben der ästhetischen und denkmalpflegerischen Komponente wurde auch die Standsicherheit und Witterungsbeständigkeit der Fassade verbessert. Dazu gehörten:

  • Ergänzung von Korrosionsschutz an Stahlankern

  • Stabilisierung lockerer Fassadenbereiche

  • Einbau unsichtbarer Verankerungssysteme für Ornamentteile

  • Abdichtung von Anschlussfugen und Übergängen

  • Vorbereitung für Blitzschutzsysteme, ohne optischen Eingriff

Die Maßnahmen wurden so umgesetzt, dass sie unsichtbar im Hintergrund wirken, jedoch einen entscheidenden Beitrag zur langfristigen Erhaltung des Gebäudes leisten.


Nachhaltige Fassadensanierung = Wertsteigerung

Der Werterhalt und die nachhaltige Entwicklung historischer Bauten gewinnen in Zeiten von Ressourcenknappheit und Klimawandel zunehmend an Bedeutung. Eine professionell durchgeführte Fassadensanierung trägt nicht nur zum ästhetischen Stadtbild bei, sondern erhöht auch die Lebensdauer und den wirtschaftlichen Wert des Objekts.

Zudem profitieren Eigentümer und Mieter von einem besseren Schutz gegen Feuchtigkeit, Schimmelbildung und Energieverlust – auch wenn die Eingriffe bei denkmalgeschützten Objekten naturgemäß begrenzter sind als bei Neubauten.


Zusammenarbeit mit Behörden und Fachplanern

Dieses Projekt konnte nur durch die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Restauratoren, Fachplanern und den zuständigen Behörden erfolgreich abgeschlossen werden. Die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben, denkmalrechtlichen Genehmigungen und dokumentarischen Pflichten war essenziell.

Unsere langjährige Erfahrung in der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude in Wien half dabei, auch komplexe Abstimmungen effizient und lösungsorientiert zu gestalten.


Ein Beitrag zur Wiener Baukultur

Wien lebt von seiner historischen Architektur. Durch die fachgerechte Sanierung von denkmalgeschützten Fassaden leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Baukultur dieser Stadt. Das hier vorgestellte Projekt ist ein Symbol dafür, dass modernes Bauhandwerk und geschichtliches Verständnis kein Widerspruch sein müssen – sondern sich ideal ergänzen.


Fazit: Sorgfalt trifft Qualität

Die Fassadensanierung dieser denkmalgeschützten Immobilie in Wien ist ein gelungenes Beispiel für respektvolle Restaurierung, hochwertige Ausführung und vorausschauende Planung. Jedes Detail wurde mit größter Sorgfalt behandelt – von der ersten Analyse bis zur letzten Pinselretusche. Das Ergebnis ist nicht nur ein optischer Gewinn für das Stadtbild, sondern auch ein langfristiger Schutz für ein Stück Wiener Geschichte.